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Forum Sinti und Roma - erster Kongress des Antiziganismusbeauftragten in Berlin



Am vergangenen Sonntag und Montag fand in Berlin der erste Kongress des Beauftragten der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma statt. Unter dem Titel "Nationalsozialistische Verbrechen anerkennen. Zweite Verfolgung aufarbeiten. Anhaltende Folgen bekämpfen" trafen sich zahlreiche Vertreter*innen von Selbstorganisationen aus ganz Deutschland zum Austausch.

Auch die BVSR war stark vertreten und hat sich in die unterschiedlichen Diskussionsforen und Themen mit ihrer Expertise eingebracht.


Beginnend mit einer abendlichen Podiumsdiskussion zur Standortbestimmung im Kampf gegen Antiziganismus und für eine gleichberechtigte Teilhabe der Minderheit an der Deutschen Gesellschaft (mit Prof. Dr. Elizabeta Jonuz, Margit Gottstein, Doreen Denstädt, Mehmet Daimagüler, Romani Rose) beschäftigten sich die Teilnehmer*innen am zweiten Tag mit der politischen Bedeutung des 2021 erschienenen Berichts der Unabhängigen Kommission Antiziganismus. Die dort geforderte Aufarbeitung der 2. Verfolgung ist ein Thema, dem sich der Anzitiganismusbeauftragte Daimagüler besonders verpflichtet fühlt, und das er mit der Errichtung der Wahrheitskommission bereits angegangen ist.




In verschiedenen Workshops zu Themen wie der Konzeption einer Kommission zur Aufarbeitung des an Sinti und Roma begangenen Unrechts in Deutschland nach 1945, dem Aufbau eines Rechtshilfenetzwerkes für Betroffene von Antiziganismus, rassismuskritische und feministische Praxis in Selbstorganisationen, Bildungsgerechtigkeit für Sinti und Roma und Antiziganismus und Polizei diskutierten die Teilnehmer*innen intensiv untereinander und mit dem Vertreter des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, der die Arbeit der Bundesregierung im Bereich Antiziganismusbekämpfung vorstellte.


Darüber hinaus wurden neue Initiativen und Projekte vorgestellt.



Nach zwei intensiven und produktiven Tagen des Austausches endete das Forum Sinti und Roma mit einem Besuch am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas am 3. Oktober.


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