Niedersächsischer Verband deutscher Sinti e.V. und Polizeiakademie Niedersachsen setzen fachlichen Dialog fort
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Am 24. Juli 2026 trafen sich Mario Franz, Präsident des Niedersächsischen Verbandes deutscher Sinti e.V., und Vorstandsmitglied Jill Strüber mit Dr. Martin Mauri, Studiengebietsleiter für Sozialwissenschaften und Führung an der Polizeiakademie Niedersachsen, sowie Michael Schmelkus von der Forschungsstelle für Polizei- und Demokratiegeschichte zu einem fachlichen Austausch.
Anlass des Gesprächs war die Neufassung des Modulhandbuchs für den Bachelorstudiengang der Polizeiakademie Niedersachsen. Im Rahmen der Durchsicht der veröffentlichten Fassung hatte der Niedersächsische Verband deutscher Sinti e.V. auf Passagen hingewiesen, in denen deutsche Sinti als Beispiel herangezogen wurden, und um Erläuterungen zu deren didaktischer Einordnung gebeten.
Im Gespräch erläuterte die Polizeiakademie die Hintergründe der entsprechenden Textpassagen. Zugleich wurde deutlich gemacht, dass mit der Darstellung keine Reproduktion historischer antiziganistischer Stereotype beabsichtigt war, sondern es im Gegenteil um die Narrative gehe, die unberechtigterweise bestimmten Gruppen wie bpsw. auch den Sinti Kriminalität zuschreiben.
Die Polizeiakademie informierte darüber hinaus, dass die betreffenden Passagen zum Beginn des neuen Studienjahres überarbeitet werden, um Missverständnisse auszuräumen.
Beide Seiten bewerteten den Austausch als offen, respektvoll und konstruktiv. Der Niedersächsische Verband deutscher Sinti e.V. begrüßt die Bereitschaft der Polizeiakademie, Hinweise aus der Community aufzugreifen und den fachlichen Dialog fortzusetzen. Gemeinsam besteht das Ziel, historisches Wissen zu vertiefen und eine diskriminierungssensible Bildungsarbeit weiterzuentwickeln.



